Pollenallergie – Training trotz Heuschupfen?

Viele Menschen laufen regelmäßig im Freien, um ihre Ausdauer zu verbessern und den Kopf frei zu bekommen. Für Läuferinnen und Läufer mit einer Pollenallergie kann das Training im Frühling und Sommer jedoch schwierig werden. Ich habe auch diese Einschränkung. Gerade von Mitte Februar bis Mitte April kommt bei mir die Hasel, Erle und Birke. Und oft fehlt mir dann die Kraft und die Puste weiterhin laufen zu gehen. Trotzdem ist sportliche Aktivität in den meisten Fällen weiterhin möglich. Wichtig ist, dass du deinTraining an die aktuelle Pollenbelastung und an die eigenen Symptome anpasst. Aber warum geschieht das eigentlich? Eine Allergie ist eine Überempfindlichkeit des Immunsystems gegenüber harmlosen Fremdstoffen (Allergenen). Das Immunsystem stuft harmlose Stoffe (z. B. Pollen, Nahrungsmittel, Tierhaare) fälschlicherweise als gefährlich ein und reagiert übermäßig, oft mit der Freisetzung von Histamin, was zu Symptomen wie Hautausschlägen, Atemnot oder Schleimhautschwellungen führt. Mehr zur Pollenallergie erfährst hier. Langsames Laufen bei Allergie Wenn die Pollenbelastung hoch ist, reagiert der Körper oft stärker auf körperliche Belastung. In dieser Phase ist es sinnvoll, intensive Einheiten wie Intervalle oder Tempodauerläufe zu reduzieren. Und ehrlich gesagt, schnaufe ich dann schon bei einem 5:30er Tempo ziemlich. Langsames und lockeres Laufen belastet den Organismus deutlich weniger und hilft, dein Immunsystem nicht zusätzlich zu überfordern. Bei allergischen Reaktionen sind die Atemwege häufig gereizt oder leicht entzündet. Ein moderates Tempo sorgt dafür, dass deinne Atmung ruhiger bleibt. Dadurch kannst du besser durch die Nase atmen, wodurch ein Teil der Pollen bereits gefiltert wird. Gleichzeitig sinkt das Risiko von Hustenreiz oder Atemproblemen während des Laufens. Tipps für ruhige Trainingseinheiten Wettkämpfe und Allergie Viele Läuferinnen und Läufer planen ihre Saison rund um bestimmte Wettkämpfe. Während der Pollensaison kann dies jedoch eine zusätzliche Herausforderung sein. Ich zum Beispiel weiß, dass ich weder mit einem Frühjahrsmarathon, noch mit einem schnellen 5er im März und April glücklich werde. Mein Körper ist dann einfach damit überfordert und meine Leistung lässt spürbar nach. Wenn du also unter einer Pollenallergie leidest, sollte deine Saisonplanung die Allergiephase berücksichtigen. Dann ist es einfach sinnvoll, wichtige Wettkämpfe vor oder nach der Hauptblütezeit zu wählen. Wenn dein Lieblingsevent aber doch im Frühjahr oder Sommer liegt, kannst du dich zumindest rund um den Wettkampf ein bisschen wappnen: Tipps für Wettkämpfe während der Pollensaison Medikamente und Allergie Viele Menschen mit Pollenallergie nehmen Medikamente, um ihre Symptome zu lindern. Dazu gehören beispielsweise Antihistaminika, Nasensprays oder Augentropfen. Diese können die Beschwerden deutlich reduzieren und dadurch auch das Training erleichtern. Jedoch machen diese Mittel manchmal auch müder, oder verringern die Reaktionsfähigkeit. Das führte bei mir einmal dazu, dass ich bei einem wirklich ruhigen Lauf gestolpert bin und dann einige Monate nicht mehr laufen konnte. Das muss nicht sein. Deshalb ist es wichtig, die Einnahme und Dosierung mit deiner Ärztin oder deinem Arzt zu besprechen. Tipps zum Umgang mit Allergiemedikamenten Weitere praktische Strategien für allergiegeplagte Läufer Auch kleine Anpassungen im Alltag können helfen, die Pollenbelastung zu reduzieren. Zum Beispiel ist es unbedingt sinnvoll, nach dem Training direkt zu duschen (Haare waschen!) und die Laufkleidung zu wechseln. Dadurch werden Pollen entfernt, die sich auf Haut und Kleidung gesammelt haben. Regen hilft die Pollen aus der Luft zu waschen. Wenn du kannst, lauf direkt danach los. Lüfte deine Wohnung nur kurz und lass beim Schlafen das Fenster zu. Somit kann sich dein Körper besser ausruhen und muss nicht auch noch beim Schlafen arbeiten. Fazit Laufen mit einer Pollenallergie ist grundsätzlich möglich, erfordert jedoch eine bewusste Trainings- und Lebensplanung. Ein ruhiges Tempo, eine angepasste Wettkampfplanung und die richtige medizinische Unterstützung helfen dabei, trotz Allergie aktiv zu bleiben. Gönn deinem Körper etwas mehr Schlaf und höre auf seine Signale. Befolge zusätzlich einige der Ratschläge. Dann kannst du auch während der Pollensaison Freude am Laufen haben. von Falk aus dem Laufkalender Team, Bild Imago
Eigenheiten beim Laufen: Macken, Glücksbringer und das Trippeln an roten Ampeln

Laufen ist mehr als nur Sport – es ist eine Mischung aus Routine, kleinen Ritualen und ganz eigenen Gewohnheiten. Wer regelmäßig läuft, bemerkt bald Eigenheiten bei sich selbst und bei anderen Läufer:innen. Manche Macken wirken skurril, andere fast wie Glücksrituale. Und dann gibt es noch das typische Trippeln an der roten Ampel – ein Phänomen, das wohl jeder kennt. Hier folgt eine kleine, unvollständige und immer humorvoll gemeinte Aufzählung von kleinen Niedlichkeiten und Besonderheiten von uns Läufern. Glücksbringer & Rituale Viele Läufer:innen haben ihre eigenen kleinen „Superstitions“ oder Rituale, die ihnen das Gefühl geben, besonders erfolgreich zu sein: Solche Rituale sind oft harmlos und helfen, den Kopf auf den Lauf zu fokussieren – eine Mischung aus Mentaltraining und Gewohnheit. Typische Macken beim Laufen Fast jede:r Läufer:in hat kleine Eigenheiten, die Außenstehende belustigen oder irritieren können: Das Trippeln an roten Ampeln Wer im Stadtgebiet läuft, kennt das Phänomen: Rote Ampel, kein Auto weit und breit, aber die Beine können nicht stillstehen. Weitere Kuriositäten beim Laufen Fazit Laufen ist weit mehr als Sport – es ist eine Bühne für kleine Rituale, Macken und Eigenheiten. Glücksbringer, Trippeln an roten Ampeln oder die Vorliebe für eine bestimmte Playlist zeigen, dass jeder Lauf individuell erlebt wird. Wer diese Eigenheiten akzeptiert und ein wenig Humor mitbringt, erlebt das Laufen noch intensiver – und vielleicht auch mit ein bisschen mehr Freude am „eigenen kleinen Laufuniversum“.