Chemnitz ist bereit den Schwung zu nutzen, den der Kulturhauptstadtmarathon 2025 gebracht hat. Und somit wird der raCe Chemnitz als neues Format im Stadtpark ausgerollt. Erfahrt hier bei uns, was es damit auf sich hat, wer dahintersteckt und wie ihr mitmachen könnt.

Vor einem Jahr war der raCe Chemnitz noch eine Idee – heute stehen wir vor dem Start der ersten Ausgabe. Wie ist die Idee zum raCe Chemnitz entstanden?

Bis wir am jetzigen Punkt bei raCe Chemnitz angekommen sind, gab es verschiedene Konzeptideen. Verschiedene Beteiligte hatten Lust auf ein neues großes Event und wir haben in verschiedenen Runden an raCe Chemnitz gearbeitet.

Warum ist jetzt der richtige Zeitpunkt für eine neue Laufveranstaltung in Chemnitz?

Nach dem Kulturhauptstadtmarathon im vergangenen Jahr gibt es eine anhaltende Art Sehnsucht nach einem jährlichen großen Laufhighlight. Dieses Momentum möchten wir nutzen, denn in einem Jahr hätte diese Stimmung schon nachgelassen und der Start für ein neues Laufevent wäre schwieriger geworden.

Der aktuelle Zuspruch zum raCe zeigt uns, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben.

Was war oder ist die größte Herausforderung auf dem Weg zur ersten Ausgabe?

Es gibt nicht die eine größte Herausforderung. Wir verfolgen mit raCe ein komplett neues Konzept und backen bereits im ersten Jahr nicht die kleinsten Brötchen. Das Event ist nicht langsam gewachsen und wir konnten nicht aus kleinen Fehlern lernen.

Ich sage immer, etwas mehr Zeit hätte uns nicht geschadet. Wir mussten ein mittelfristig tragfähiges Konzept entwerfen, welches organisatorisch umsetzbar ist, in der Community angenommen wird und nicht in entscheidender Konkurrenz zu den anderen Veranstaltungen im Laufkalender steht.

Zusätzlich sind wir ein komplett neues Team, teilweise kannten wir uns vorher nicht. Auf der einen Seite bringt jeder seine Stärken, seine Erfahrungen und Kontakte in die Arbeit mit ein. Auf der anderen Seite gibt es aber charakterliche Besonderheiten, welche es aufeinander abzustimmen gilt. Und wir alle machen das ehrenamtlich, neben Studium oder Beruf und Familienleben.

Warum habt ihr euch für den Stadtpark als Veranstaltungsort entschieden?

Für den Stadtpark sprechen verschiedene Aspekte. Hier gibt es breite, flache und gut befestigte Wege. Auf einer Strecke von ca. 5 km muss man nur eine einzige Straße sperren, für welche es zudem eine relativ einfache Umleitungsmöglichkeit gibt. Das heißt die Verkehrssituation ist sehr günstig. Ähnliche Bedingungen würde man in Chemnitz nur weiter entfernt vom Stadtzentrum finden – und dann wird es topografisch spannend.

Für den Stadtpark spricht auch die Historie, denn in den 1970er Jahren wurden hier im Marathon Bestzeiten gelaufen. Das ist z.B. auch der Hintergrund für den breiten asphaltierten Heinrich-Sturm-Weg im Stadtpark.

Welche Vision verfolgt der Verein Lauf-KulTour mit dem raCe? Was macht den raCe Chemnitz besonders?

Zuerst einmal ist mir wichtig, dass der Lauf-KulTour e.V. zwar der offizielle Veranstalter des raCe Chemnitz ist, das Event selbst aber aus der Laufcommunity entstanden ist. In den letzten Monaten hat es viele Abstimmungstermine zwischen verschiedenen Akteuren gegeben, in welchen raCe entstanden ist.

Neben den 2 Kinderläufen haben wir in diesem Jahr „nur“ den 10km-Lauf und Halbmarathon im Angebot. Mehr ist organisatorisch im ersten Jahr unter den Rahmenbedingungen nicht möglich. Wir wollen aber schnell weiter wachsen, das heißt weitere Distanzen ins Programm aufnehmen und auch ein Marathon soll irgendwann Teil des raCe Chemnitz sein. Zusätzlich soll es ein laufbezogenes Rahmenprogramm geben, so dass man vielleicht bald von einem Lauffestival sprechen kann.

Welche Rolle kann der raCe Chemnitz für die Stadt und ihre Laufgemeinschaft spielen?

Laufen ist ein niedrigschwelliger und verbindender Sport. Nicht nur der klassische ambitionierte Läufer ist bei raCe am Start sondern auch jemand, der sonst in einer anderen Sportart unterwegs ist und mal wissen möchte, ob Er oder Sie die 10 km in unter einer Stunde laufen kann. Es gibt also eine sehr breite Zielgruppe und das Event bringt alle an einem besonderen Tag zusammen. Das tolle am Laufen ist ja, das man nicht gegeneinander kämpft, sondern alle zusammen kämpfen zusammen gegen die Zeit. Zwar am Ende doch jeder für sich und trotzdem eben nicht allein.

Gleichzeitig verstehen wir raCe als Highlight im Chemnitzer Laufkalender

Welche Rolle spielt der Verein für die Entwicklung des Laufsports in Chemnitz und der Region?

In den letzten Jahren ist der Laufsport in Chemnitz stark gewachsen und das Angebot für Laufbegeisterte hat immer weiter zugenommen. Es gibt nicht nur die klassischen Lauftreffs in den Vereinen und die jährlichen Wettkämpfe im Chemnitzer Laufcup. Es gibt neue Formate wie z.B. Strava Art Runs, es gibt den Chemnitzer Friedenslauf, es gibt RunC, welcher Laufen und Kultur verbindet, es gibt den Antarktis Marathon, bei welchem man den Marathon laufen kann und die Verbindung von Chemnitz und der Antarktis gezeigt bekommt, es gibt den wöchentlichen Parkrun, es gibt seit kurzem den United Running Club und so viele weitere tolle Gruppen und Initiativen, die ich hier gar nicht alle aufzählen kann. Jedes einzelne Event und jeder Verein ist nur ein Puzzleteil in einer großen Community, die alle gegenseitig voneinander profitieren.

Wie viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich für eure Veranstaltungen? Benötigt ihr noch Helfer? Und wenn ja, wohin kann man sich wenden?

Für raCe Chemnitz werden in diesem Jahr ca. 100 Helferinnen und Helfer benötigt. Wer da noch unterstützen möchte, kann sich am besten per E-Mail an info@race-chemnitz.de wenden.

raCe Chemnitz
Sonntag, 27. September 2026
Chemnitzer Stadtpark

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